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INDISTA -
Ein Erfolg für die Industriepark-Idee
Der
Ausstellungskongress INDISTA ist ein voller Erfolg: Leitende
Repräsentanten der Industrie- und Chemieparks aus ganz
Deutschland diskutierten am 30.09. in Düsseldorf über die
neuesten Entwicklungen innovativer Technologien und
Dienstleistungen.
(Quelle:
Pruys InterCom - PDF
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Führungskräfte bedeutender Serviceunternehmen, Fachleute aus
Vertrieb und Marketing, Wissenschaftler, Unternehmensberater und
Medienvertreter nutzten den Branchentreff zum Wissensaustausch
und Networking. INDISTA informiert über die attraktiven
Synergien und Kooperationsmöglichkeiten an den modernen
Standorten.
Dr. Werner Kreuz, Vice President Process Industries der
Unternehmensberatung A.T. Kearney, stellte die Ergebnisse der
neuesten Best-Innovator-Studie vor und erläuterte das
House-of-Innovation-Konzept, mit der die entscheidenden
Bausteine für eine „Innovationskultur“ im Unternehmen geschaffen
werden. Kreuz behauptet: Je innovativer Unternehmen sind, desto
erfolgreicher sind sie. Diese Innovationen dem Zufall zu
überlassen, sei selten erfolgreich. Er sieht vielmehr den
systematischen Ansatz, das Innovationsmanagement, und dies sei
eine strategische Aufgabe der Unternehmensführung.
Prof. Dr. Thomas Hirth vom Institut für Grenzflächen- und
Bioverfahrenstechnik der Fraunhofer-Gesellschaft sprach über
„Innovation und Nachhaltigkeit“ und gab Einblicke in die
neuesten Entwicklungen in der Chemie und Biotechnologie.
Volkswirt Dr. Gunter Festel zeigte die Bedeutung von
Innovationen für Industrieparks anhand verschiedener Beispiele.
Unter der Überschrift „Wenn Henkel wüsste was Henkel weiß!“
referierte Dr. Clemens Mittelviefhaus, Vice President von Henkel
und Leiter der Technischen Betriebe von Henkel Düsseldorf, über
Wissenstransfer und „best practice“ im weltweiten
Konzernverbund. Dabei sind
Transparenz, Systeme und Strukturen die Voraussetzung für
erfolgreiche Wissensvermittlung und –nutzung.
Das Schlagwort „Operational Excellence“ ist für die
produzierende Industrie von zunehmender Bedeutung, denn der
Wettbewerb wird globaler und Energie immer teurer. Was also
müssten Unternehmen heute tun? Darum ging es in dem Vortrag von
Dr. Helmut Mothes, Bayer Technology Services. Operational
Excellence (OpEx) ist nach Mothes eine Voraussetzung, um durch
Verfahren mit minimalem Energieeinsatz, hoher Produktausbeute
und einer hohen Anlagenverfügbarkeit im globalen Wettbewerb
erfolgreich zu bestehen. Mothes referierte dabei über neue
OpEx-Konzepte, die die Methodenkompetenz mit
Technologieinnovationen verknüpfen, mit denen die operative
Prozesseffizienz verbessert wird. Nur dieser integrierte Ansatz
stellt sicher, dass das gesamte Optimierungspotential chemischer
Verfahren ausgeschöpft werden kann.
Gerhard Schmidt, Executive Vice President Division Central
Europe der Bilfinger & Berger Industrial Services, beleuchtete
das Thema Industrieservice – u.a. den Markt, den Wettbewerb,
Erfolgskriterien und die Perspektiven.
„Gute Nachbarschaft – ein Wettbewerbsvorteil“ war das
Vortragsthema von Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chempark
Leverkusen. Nach seiner Meinung sind gute nachbarschaftliche
Beziehungen von Industrieparks zur Bevölkerung, zur Politik und
den Medien nicht nur wichtig, sondern für Chemieparks
existenziell. Mit den Nachbarn ist ein kontinuierlicher
Austausch erforderlich, denn nur in einem von Vertrauen
geprägten Umfeld werden neue Investitionen getätigt. Und nur
eine gut unterrichtete Politik wird erforderliche Genehmigungen
erteilen. So gesehen wird das Engagement für eine gute
Nachbarschaft seitens eines Chemieparks zu Wettbewerbsvorteil.
Eine der großen Herausforderungen für die
Personalverantwortlichen in der Industrie ist der demografische
Wandel der Bevölkerung – und damit auch das zunehmende
Durchschnittsalter der Arbeitskräfte. Wie sich die BASF fit
macht für diesen demografischen Wandel und damit ihren Standort
sichert – darüber berichtete Frau Dr. Anne Freund, HR
Strategie/Future Development bei der BASF in Ludwigshafen. Der
Chemieriese nutzt die Stärken einer älteren Belegschaft und
minimiert potentielle Nachteile, um die internationale
Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. In dreizehn Teilprojekten
werden Strategien für ein nachhaltiges und demografiefestes
Personalmanagement entwickelt.
Dr. Werner Schiebler, Leiter Ansiedlungsmanagement im
Industriepark Höchst, erläuterte das Ansiedlungsmanagement an
diesem Standort. Erfolgreiche Industrieparks, so Schiebler,
werden von Management-Gesellschaften betrieben, die sich als
wertschöpfende Partner ihrer angesiedelten Unternehmen
verstehen. Die Dienstleistungen werden gebündelt, integriert und
bereichsübergreifend angeboten. Die Management-Gesellschaften
verstehen sich als Berater, Betreiber und Manager
anspruchsvoller Infrastrukturen. Bei der Ansiedlung erfolgt eine
Fokussierung auf Zielunternehmen, die entweder optimal zur
vorhandenen Infrastruktur passen, oder sich komplementär in die
vorhandene Wertschöpfungskette integrieren lassen. Zur
erfolgreichen Vermarktung des Standorts müsse man seine
entsprechenden Marketing-Aktivitäten international ausrichten.
Nico Pleeging, Leiter Akquisitionen der Nuon Energie und Service
für den Industriepark Oberbruch, zeigte, wie man als
unabhängiger Industrieparkbetreiber den Strukturwandel optimal
begleiten kann und ging der Frage nach, welche Rolle ein
Energieunternehmen bei dem Ausbau und Vermarktung von Standorten
spielt. Der Industriepark Oberbruch, im Städtedreieck Köln,
Düsseldorf, Aachen gelegen, richtet sich besonders an energie-
und abwasserintensive Produktionsunternehmen.
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